21. August - Sedona

 

Sonntag, 21. August 2016, Sedona

 

Man kann hier herrlich pennen - ehrlich! Die Sonne geht gerade auf und es ist einfach perfekt!

Ist genau wie Urlaub. Und wenn dann der frisch gebrühte Kaffee um 05:45 Uhr auf der Terrasse seinen Duft verströmt erst recht.

Um halb Acht klingelt plötzlich mein Telefon. Evi lacht durch die Leitung, sie sind auch gerade in Sedona! Sie (Evi und Bill) haben im Wald gecampt und freuen sich auf ein Frühstück - ob wir Lust haben, Sie zu begleiten? Und ob!

Evi hat Juttas Face-Book-Seite gelesen, genau so wie Jutta ihre auch, nur dachten wir, sie wären schon weitergezogen. Und nun sitzen wir wenig später im Secret Garden Cafe in Sedona (sehr zu empfehlen!) und tauschen unsere Reiseberichte (ok, unserer ist noch recht kurz) aus. Sie waren schon öfter hier und erzählen uns, was es denn in der Gegend für ToDo´s gibt. Wir plaudern vergnügt und müssen uns trotzdem bald verabschieden, ist ihre heutige Etappe dann doch etwas heftig: Sie wollen heute bis irgendwo hinter Amarillo, Texas kommen, das sind ca. 1.100km.

Inzwischen ist es kurz nach Neun geworden und wir setzen die Tipps gleich um. Wir fahren (wie versprochen!) wieder in den Oak Creek Canyon und machen uns nach einem Besuch des wirklich winzigen Visitor-Centers auf die Suche nach dem Trail-Head des West Fork Trails. Der wird uns auch von der netten Dame im VC als "outstanding" angepriesen. Es hat 25 Grad, ist leicht bewölkt und damit haben wir perfekte Wanderbedingungen.

Der Pfad startet etwa 15km nördlich von Sedona bzw. 12km nach dem Visitor Center, die Einfahrt zum Parkplatz ist nicht zu verfehlen. Hier zahlen wir $10 bei einem gut gelaunten Parkwächter. Lustigerweise steht hier "free parking", da war wohl ein "r" zuviel im Spiel.

Der Trail geht über etwas mehr als 5km sehr sanft immer dem Bach entlang und überquert etliche male denselben. Man kann über weite Strecken auch einfach im Bachbett wandern, zumindest wenn der Wasserstand wie derzeit so niedrig ist.

Dass es hier auch mal heftiger zur Sache gehen kann, lassen die Felswände erahnen.

Leider kommt es, wie es kommen musste: Unsere Reisegruppe teilt sich in zwei Hälften (Linus und ich, Jutta und Aris) und nach kurzer Zeit wissen beide Teile nicht mehr, wo sich denn der andere Teil wohl rumtreibt. Weiter vorne? Oder haben die gewartet und sind hinter uns? Nein soooo langsam sind die sicher nicht, die sind vor uns, also auf! Die holen wir ein!

Wir machen uns durch Rufe bemerkbar - nichts. Auf Nachfrage der uns zahlreich entgegenkommenden Wanderer sind sie vor uns, die Dame mit dem gelben Rucksack ist aufgefallen. Nach ein paar km können wir die unfassbare Geschwindigkeit unserer Wegbegleiter aber nicht mehr glauben und drehen um.

Tatsächlich warten sie keine 10 Minuten den Weg zurück schnaubend am Wegesrand. Was uns denn einfällt, einfach so abzuhauen? Was, wenn etwas passiert wäre?

Ein paar Cracker und Oreos später ist alles wieder in Butter, den Weg bis zum Ende (bei einem Pool) wollen wir aber nicht mehr gehen. Also kehren wir um und sind nach etwas mehr als zwei Stunden wieder beim Auto. War trotzdem ein super Ausflug und wir geben der Dame am Visitor-Center recht: das war "outstanding"!

Den Nachmittag verbringen wir am Pool, gehen abends lecker beim Mexikaner essen und lassen den Abend auf der Terasse bei einem Bierchen ausklingen.

 

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