Tag 11 - Egilsstaðir

 

Tag 11, Mittwoch 26.08.2015 Egilsstaðir

In unserem Zwergenhäuschen finden wir es so gemütlich, dass wir heute doch nicht abreisen und hier bleiben. Wetterbedingt soll es im Süden schöner sein, aber was soll´s, ist halt Island und das gehört dazu!

Wir frühstücken eher beengt in dem winzigen Häuschen am See. Bei schönem Wetter hätten wir sicher auf der Terrasse gefrühstückt, so gibt es eben Toast, Wurst, Käse und Orangensaft nebst "Schütt-Kaffee" im wohlig warmen Inneren des Chalets.

Um 10:00 Uhr überreden wir Jutta, doch auf unseren Ausflug ins Hochland mitzukommen. Sie hat sehr großen Respekt vor Furten und heftigen Straßen, wobei sich keiner der männlichen Mitfahrer einen Reim darauf machen kann, wo das herrühren soll.

Wir haben natürlich vollstes Verständnis und werden sie "sanft" in die Geheimnisse des Offroadens einführen. Das geht hier im Hochland am Besten, perfekt bei Regenwetter. Da kann man mit kleinen Pfützen anfangen und die Furten quasi zum "grande finale" aus dem Nichts bzw. Nebel auftauchen lassen.

Erst mal wieder zur Orientierung, wo wir überhaupt sind:


Und nach dem Aufwachen wissen wir (fast) wo wir sind, denn hinter den Nebel haben wir noch nicht gesehen.

Das wäre Hengifoss, doch den wollen wir aber nicht erklimmen. Es gibt noch viele Wasserfälle zu sehen und heute haben wir ja eine andere Aufgabe.

Nachdem wir erst mal das Tal beim See bis nach hinten gefahren sind, dort nichts spannendes entdecken konnten, das dort befindliche sehr schönen Visitor-Center besucht haben und anschließend noch tanken waren, fahren wir in´s Hochland. Sperriger Satz mit viel Infos, nicht wahr?

Das Laugarfell Highland Hostel, wo wir eine Kaffee trinken und einen sehr netten Herrn kennenlernen, dessen Frau hier dem Elektrosmog entkommen möchte, da sie davon bereits krank ist. Wir empfehlen die Vorarlberger Alpen, denn dort gibt es im Gegensatz zu hier auf Wunsch keinen Strom und kein WLAN.

Wir fahren die 910 weiter und dann links ab in die Pampa in Richtung Snaefell, der aber heute nicht zu sehen ist. Mieses Wetter, Nebel, Regen und Wind. Island eben.

Dafür tut sich hier eine Landschaft auf, die uns fasziniert. Das Moos leuchtet auf der schwarzen Lava auch bei dieser Witterung und wir sind hin und weg. Aber seht selbst.

Das ist übrigens unsere Karre. Dank Höherlegung und größeren Reifen sehr brav auf diesen Straßen!

Da ist sie. Unsere erste Furt!

Geht völlig problemlos. Wussten wir ja schon, Jutta weiß das jetzt auch.

Wanderwege sind mit orangen Stöcken markiert. Bei dem Nebel ist es allerdings etwas schwierig, den Weg zu finden, wenn man den nächsten Stock nur erahnen kann.

Am Ende der 910 liegt ein gewaltiger Stausee, der das Wasserkraftwerk, das wir unten im Tal gesehen haben, speist. Hier geht die Strasse in die F910 über. Nach einigen km drehen wir um. Die Straße ist in so schlechtem Zustand, dass wir für die 50km bis auf die 1 mindestens 2 Stunden brauchen werden. Da uns der Hunger treibt, fahren wir die 100km den selben Weg wieder zurück. Schade, wäre eine schöne Runde gewesen. Bei Schönwetter sicher eine Empfehlung.

Abends gehen wir wieder ins Kaffee Nielsen. Es gibt zwar ca. 5 andere Möglichkeiten hier, aber es war ausgezeichnet und eigentlich preiswert.

 

 

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