Tag 6 - Haydalur

 

Tag 6, Freitag 21.08.2015 Haydalur<

Bei dem Sauwetter heute (8 Grad und Dauerregen) machen wir keinen Ausflug und bleiben in der Gegend. "Entschleunigen" ist angesagt.

Und so genießen wir das Frühstücksbuffet, das keine Wünsche offen lässt. Wieder werden wir mit selbstgemachtem Brot, geräuchertem Fisch, verschiedenen selbstgemachten Marmeladen, diversen Käse- und Wurstsorten und sogar Rührei mit Speck vervöhnt.

Frisch gestärkt, machen wir uns auf die Suche nach dem Natur-Pool, den wir über dem Bach schließlich finden. Jutta ist derweil bei den hofeigenen Pferden "hängengeblieben" und wir stecken beinahe im Schlamm fest. Leider regnet es immer wieder, sonst hätten wir heute einen Ritt auf dem Programm gehabt. Aber bei der Kälte verfriert man auf dem Rücken der Pferde.

Lokij, der Hof-Hund, folgt uns bereitwillig und zeigt uns den Weg.

 

In dem Teich schwimmen über 3.000 Regenbogenforellen aus eigener Zucht. Neue Becken entstehen gleich neben den bestehenden Naturteichen. Wobei ich mir sicher bin, dass hier keine Betonier-Profis am Werk sind. Noch nie eine so krumme Wand gesehen.

Gestern sind wir auf einem riiiiieeeeesigen Umweg um die Fjorde herumgefahren, obwohl es doch auch die alte Straße gäbe. Diese ist aber als Sackgasse gekennzeichnet und auf Nachfrage wurde die Straße vor drei Jahren gesperrt. Wir (die Jungs und ich) wollen es genauer wissen und schaun mal, wie weit die Straße befahrbar ist.

Als wir oben ankommen und immer noch keine Sperre in Sicht ist, wird klar, dass wir soeben jene Straße bezwungen haben, die man nur mit "really big tires and a very rough vehicle" bezwingen kann. Dabei ist vorsichtiges Fahren wohl auch eine Alternative. Es war rumpelig, aber wir haben es geschafft!


Diese Abkürzung spart beinahe 40km, wir fahren aber geteert über den Umweg nach Hause. Wir wollen unser Glück (pah - mein Können! :)) ja nicht überstrapazieren!

Bald gibt es wieder ein wohlverdientes und köstliches Abendessen. Die Küche hier ist wirklich sehr zu empfehlen!

Genial das Gewächshaus, das auch als Schwimmbad dient. Hier gedeihen neben Trauben und Äpfeln sogar Pfirsiche. Eine sehr außergewöhnliche Location!

Aber draußen ist man halt doch noch näher an der Natur und deshalb genießen wir heute Abend das Bad auch bei Regengüssen im Freien. Bei der Gelegenheit klaut Mikki, der beim Hof lebende junge halbzahme Polarfuchs, gleich Juttas Badelatschen. Kein Wunder, stand doch genau das an der Rezeption angeschrieben (klaut Flipp Flopps). Wir sind um eine Erfahrung reicher und um ein Paar Badeschuhe ärmer. Hoffe, sie schmecken!

Morgen geht es wieder weiter, diesmal in den Norden nach Akureyri, also wieder 440km zu fahren. Das Wetter soll so besch..sen bleiben, also entgeht uns zumindest kein Sonnenbrand.

 

 

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