Tag 16 - Selfoss

  

Tag 16, Montag 31.08.2015 Selfoss - Süden - Selfoss

Es gibt da etwas, das ich euch sagen muss:

Wir waren am Freitag gar nicht am Gljúfrafoss, sondern am Seljalandsfoss.

Namen sind Schall und Rauch - ich hätte die beiden sowieso andersrum benannt :).

Nachdem das Wetter im Süden scheinbar besser ist, zumindest sieht es so aus, zuckeln wir gemütlich nochmal 100km ostwärts und besuchen noch ein paar Sehenswürdigkeiten, die wir wegen der Hausübernahme nicht mehr anschauen konnten.

Das also ist er, der Gljúfrafoss. Exakt 560m neben dem Seljalandsfoss (der, durch den man hinten rum durchlaufen kann). Das Wetter ist zwar nicht so hübsch wie erwartet, aber in dem Wasserfall (richtig, nicht "dabei" sondern "drin") ist Sonne eh störend.

Der Gljúfrafoss hat sich in das Gestein regelrecht hineingefressen und bietet eine hervorragende Möglichkeit, sich bei den hitzigen Temperaturen (14 Grad) ein wenig abzukühlen. Fotos wollen nicht so recht gelingen, wenn nicht alle 5 Sekunden die wärmende Unterbekleidung zum Linsenputzen verwendet wird. Aber ein Spass und ein wirklich sehenswerter Wasserfall!

Die Lichtverhältnisse sind aber auch besonders schwierig! Entweder hell wie Sau oder düster wie Hölle. Dabei steht man staunend irgendwie mitten in der riesigen lauten Dusche. Hat sich gelohnt, dass wir nochmal hergefahren sind! Hätten wir natürlich auch einfacher beim ersten Besuch mitmachen können.

Da wir schon mal in der Gegend sind und es leicht regnet, machen wir einen 30km-Abstecher zum Museum zum Ausbruch des Eyjafjallajökull, wo die Leiterin des Instituts einer Touristin sicher 20 mal den Text vorredet "ääj-ja-fjatt-la-jöch-küt-ll" (nachdem wir nun ja wissen, dass LL als stilles TL ausgesprochen wird). Das war das Highlight dort, denn mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Das "Museum" bietet außer einem Souvenirshop und einem 20minütigen Film (haben wir nicht angeschaut, ist ggf. sensationell) nichts.

Wir fahren also wieder Richtung Westen, dort gibt es ein Freilichtmuseum mit den in die Erde gebauten Häusern aus dem 19. Jahrhundert (das erste mindestens 1641, die Kirche zuletzt 1875) .

Keldur liegt 15km abseits der Ringstraße und somit verirrt sich außer uns niemand hierher.

Interessant finden wir die Kühe mit BHs. Zumindest sieht es so aus. Sie haben das Euter eingepackt und wir vermuten, dass das dazu dient, die Kälber zu entwöhnen. In optischer Hinsicht eher nicht so der Burner, die Muh-Negligés.

Und weil wir eh auf dem Weg nach Hause sind, machen wir anschließend noch einen Abstecher zum Kerið, einem Krater keinen Luftkilometer von unserem Haus entfernt. Hier zahlen wir das erste und einzige mal Eintritt, welcher aber mit 1,35 Euro noch als Schnäppchen durchgeht.

Brav umrunden wir das Loch und finden es ganz ok. Weiter hinten schaut es aber sehr viel interessanter aus und da wollen wir anschließend hin.

Da ist ein Steinbruch, der hier völlig deplaziert liegt. Der gehört farblich eher nach Utah oder Nevada und fasziniert uns wirklich.

Sehr schön und gratis. Müssten wir morgen nicht weiter, hätten wir hier sicher noch die eine oder andere Versuchsstrecke für unseren Jeep entdeckt!

Abends geht es wieder in die Sauna und in den Hot-Pot. An Island könnte man sich gewöhnen, auch wenn wir heute nur Low-Lights angeschaut haben, war es wieder ein toller Tag.

  

 


 

 

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