Tag 7 - Akureyri

 

Tag 7, Samstag 22.08.2015 Haydalur - Akureyri

440km, davon gute 80km ungeteert, 5,5 Stunden. Das also liegt an diesem wieder verregneten und kalten Morgen vor uns. Wir stärken uns wieder am Frühstücksbuffet, klauben unsere 7 Sachen zusammen und fahren los. Leider hat Jutta 4 Stimmen, wir nur 3. Sonst wären wir natürlich die gestern erkundete Abkürzung gefahren.

 

Nun denn, dann eben die "normale" Strasse. Bei einem Hotel, an dem wir somit eh vorbeikommen, gibt es eine Tankstelle. Man soll hier ja nicht mit leerem Tank rumfahren, die Tanken sind in dieser Gegend nicht all zu dicht gepackt und den Nervenkitzel, den wir in Utah mal hatten, brauchen wir hier nicht. Natürlich klappt hier meine Visa nicht (übrigens zum ersten mal).

Auf den Merkzettel: Tanken geht (fast) immer mit Kreditkarte und Code.

Also Code unbedingt merken (braucht man bei uns ja nie). Alle Tankstellen haben einen Automaten, an dem zuerst bezahlt wird. Einige haben die Funktion "Full", bei anderen muss man rechnen oder schätzen. Wer zuviel zahlt (also mehr wie reingeht), kriegt nur die getankte Menge berechnet (schätze ich mal). Derzeit kostet ein Liter 208 Kronen, also ca. 1,35 Euro.

Eine Tankstelle finden wir 70km weiter, also alles im grünen Bereich.

Zur Orientierung, wo wir überhaupt rumkurven:

Man kann erkennen, dass wir hier nicht auf irgend einer kleinen Insel auf den Malediven rumkurven. Mal eben drumrumfahren ist nicht.

Dafür stimmen die Zeitangaben des Navis (ich hab mir den gratis "Navigator" auf mein Handy geladen, klappt prima) relativ genau, zumindest wenn man auf den geteerten Abschnitten etwas schneller fährt (90 ist erlaubt), denn die 80 Sachen, die auf den unbefestigten Straßen erlaubt sind, sind ohne ernsthafte Gefährdung der Vorderachse (meist) nicht zu schaffen.

Und mein rechter Oberarm tut auch immer weh, wenn ich zu schnell über die Schlaglöcher brettere. Das ist aber nicht dem Auto geschuldet, sondern meiner Holden.

Auf den Merkzettel: Handynavi ist ok, die Karten sind genau. Vorausgesetzt, eine vernünftige Halterung ist an Bord. Am Boden bei 80 und Schlaglöschern nach dem rungerfallenen Handy rumfummeln ist definitiv nicht zu empfehlen.

Auf den Merkzettel: Oberarmschutz rechts im Hockey-Bedarf besorgen.

Die Fahrt ist teilweise wegen Nebels echt anstrengend. Meist regnet es und so fahren wir durch Gegenden, die wir bei schönem Wetter viel schöner finden würden (weil wir sie dann auch sehen könnten).

Ein kleines Video, das fast bis nach Akureyri führt (Batterien der GoPro leer) hab ich auch noch für euch (dauert 3 Minuten statt 5 Stunden).

Nachmittags um halb Vier kommen wir im Guesthouse Uppsalir an. Es liegt etwa 15km östlich von Akureyri in einem Tal und beherbergt neben uns auch noch einen kompletten Pferdehof, die Reitbegleiterin (eine Tschechin, die seit drei Jahren hier lebt und sehr gut englisch, aber auch perfekt isländisch spricht (glaub ich jedenfalls)), sowie ein Italienisches Pärchen aus Mailand.

Beim Auspacken stellen wir die Sauerei fest: Die Flasche Jameson-Whiskey, die wir am Flughafen gekauft haben, hat sich in Linus´ Rucksack verflüchtigt. Riecht nun alles etwas seltsam.

Dafür ist das Guesthouse schmuck und gemütlich. Es gibt drei Zimmer (zwei belegen wir selbst), eine Gemeinschaftsküche, ein Gemeinschaftsbad, ein Gemeinschaftskühlschrank, ein Gemeinschaftswohnzimmer.

Kolchose eben.

Dafür eine super Möglichkeit, Land und Leute kennenzulernen! Wollen wir nicht mehr missen!

 

 

 

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