Tag 2 - Keflavik - Laugarvatn

 

Tag 2, Montag 17.08.2015, Keflavik - Laugarvatn

Tagwache ist heute um 07:00 Uhr, für 08:00 ist unser Frühstück terminisiert. "Termin" deshalb, weil Andi alles minutiös einteilen muss, schließlich werden die Gäste von 04:30 bis 23:00 Uhr abwechselnd von Ihm und seiner Frau Yuki betreut. Und diese Betreuung geht vom Flughafentransfer (heute war er schon 4x am Flughafen) über Informationsaustausch bis eben zum hervorragenden Frühstück, das wirklich vom Feinsten ist.

Das Gemeinschaftsbad, das wir uns mit einem Pärchen aus England, die in der Schweiz leben, teilen, ist bereits für uns alleine da. Die Engländer sind schon früh zum Flughafen aufgebrochen. Sie haben es also schon hinter sich, wir noch alles vor uns!

Zeit für einen kleinen Spatziergang in den beinahe sonnigen Morgen.

Wussten wir auch nicht (mehr), aber tatsächlich sind die meisten Bretter im Format 1x6 gefertigt. Also hat der Name des Gästehauses nichts anrüchiges, sondern eher was praktisches :).

"Besser wie bei uns zum Muttertag", so die Aussage von Aris zum Frühstück. Das alleine wäre keine Kunst, wer unsere Jungs kennt :), aber was Yuki und Andi da herzaubern, gereicht einem 6-Sterne-Haus! Kaffee aus der italienischen Maschine, geräucherter Fisch, Salami, isländischer Käse, selbstgemachtes Brot nebst Smoothies, Bananenmarmelade - super!

Fazit: Die sehr gemütlich und originell eingerichteten Zimmer und das Gemeinschaftsbad (was kein Problem ist, 3 Zimmer teilen sich ein Bad und unsere Mitbenutzer sind um 06:00 schon unterwegs zum Flughafen) sind super sauber und der eigene Hot-Pot im Garten ist herrlich zum Aufwärmen nach einem Spaziergang zum nahegelegenen Hafen geeignet.

Und da behaupte mal einer, schöne Landstraßen gäbe es nur in den USA!

Wir starten gegen 09:00 Uhr nach dem Frühstück erst mal auf Empfehlung von Andi auf eine Runde auf die Halbinsel Reykjanes, auf der auch der Flughafen und die "Blaue Lagune" liegen. Hier gibt es aber noch viel mehr Sehenswürdigkeiten, wie wir erzählt bekommen.

Leider rennt uns die Zeit ein wenig davon, da wir um 11:00 beim KFC in Reykjavik sein sollten, da wir dort den Schlüssel für unser Haus übernehmen werden. Deshalb sehen wir den unteren Teil der Halbinsel nicht mehr, gehört nachgeholt.

Hier treffen die Kontinente also zusammen. Symbolisch wurde eine Brücke errichtet, brauchen tut man Sie zur Überquerung des sandigen Tales freilich nicht.

Auf den Merkzettel: Einen halben Tag am ersten Tag gleich der Halbinsel Reykjanes widmen, da braust jeder nur vorbei, obwohl wunderschön!

 

Um 11:00 Uhr treffen wir uns mit Martha und ihrem Mann , der Mutter von Rakel, bei einem der vielen Kentuky Fried Chicken Restaurants in Reykjavik direkt an der Autobahn gelegen. Die beiden sind super nett und überreichen uns neben dem Schlüssel eine handgefertigte Skizze für die Anfahrt zu Ihrem Ferienhaus. Das liegt nicht an der Stelle, die im Internet angegeben ist, sondern 1,5km weiter der Straße entlang im Wald. Ob wir das finden?

Wie üblich am Anfang unseres Urlaubs gehen wir erst mal die Basics einkaufen und die beiden lassen es sich nicht nehmen, uns dahin zu eskortieren. Es sei sehr teuer hier (ach was?) und hier im "Kronan" sei es besonders günstig. Ob es denn nun günstiger als andere war, können wir natürlich aktuell noch gar nicht einschätzen. Auf alle Fälle kriegen wir alles für ein Abendessen und ein perfektes Frühstück. Das müssen wir nun eben selber machen, denn wir ziehen in ein schmuckes Ferienhaus mit drei Schlafzimmern gute 70km entfernt in Laugarvatn.

Da es nun erst früher Nachmittag ist, entschließen wir uns, den "Gullfoss" zu besuchen. Der liegt gute 40km nord-östlich und ist der größte Wasserfall Europas. An Wassermenge übertrifft er sogar die Niagarafälle.

Die vielen Asiaten, die mit einem mords Instrumentarium (teuerste Kameras, größte Objektive, möchtigste Stative) dieses Schauspiel auf digitale Weise festhalten, sind uns ja schon öfters in den USA aufgefallen. Hier sind sie nur besonders zahlreich.

Ungeachtet dessen ist der Wasserfall spektakulär. Wenn das Wetter allerdings besser wäre, dann wäre das Schauspiel und vor allem die Regenbogen sicher atemberaubend.

Auf den Merkzettel: Bei Sonnenschein ist der Gullfoss am schönsten (aber wo ist das schon anders?)!

 

PS.: Das Berichteschreiben ist heute aber wirklich anstrengend. Eigentlich wusste ich es von den vergangenen 3 Live-Berichten, aber "Abschalten" sollte man halt nicht alles. Jedenfalls geht es nur so, den Bericht auf der eigenen Seite mit mühsamem einzelnen Hochladen der Bilder erstellen und dann ab damit ins Amerika-Forum. Anders rum funkt´s nicht, es sind keine Bilder zu sehen. Toll, dass ich das ganze Prozedere also zweimal machen darf. Darum wird der Bericht auch erst um 24:00 fertig, bei uns also 02:00 Uhr.

 

 

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