Tag 4 - Laugarvatn

 

 

Tag 4, Mittwoch 19.08.2015 Laugarvatn - Þingvallavatn - Geysir - Gullfoss

Heute bleiben wir nach einem ausgiebigen Frühstück in der Gegend. Morgen geht es ja 340km weiter, also "geben" wir uns nochmals ein paar Highlights hier Vor Ort. Andere machen das auch an einem Tag im Bus von Reykjavik aus, wir können uns die Anreise sparen.

Zuerst wollen wir eine Höhle in der Nähe besuchen, die "Laugarvatnshellar", eine bis 1920 bewohnte Höhle. Wir haben uns wahrlich mehr vorgestellt. Aber seht selbst.

Die Höhle liegt ca. 5 km vor Laugarvatn und ist über eine 3km Waschbrettpiste zu erreichen.

Leider ist die Höhle bereits besetzt. Bei 18 Grad und Sonnenschein suchen die Schafe dort Zuflucht, wo bis vor 100 Jahren noch Leute gewohnt haben. Heute eher eine Scheiß-Hütte. Dafür ist die Gegend schön und wir klettern ein wenig herum.

Statt den gleichen Weg wieder zurückzufahren, folgen wir der Schotterstraße ins Hochland. Und siehe da: Bald ist sie geteert. Für wen denn? Hier ist weit und breit kein Mensch zu sehen und die Ruhe ist herrlich!

Die Strasse endet in der Nähe des Sees Þingvallavatn. Wenn wir schon mal da sind (wo wir gestern schon waren), machen wir einen Spaziergang am See. Als wir weiterfahren, endeckt Linus einen mit Wasser gefüllten Graben. Wir bleiben stehen und staunen. Das Wasser ist kristallklar und wir genießen dieses Bauwerk der Natur (vorerst) noch ganz alleine.

Keine 10 Minuten später wuselt es vor Leuten. Als hätte unser Auto sie angelockt (kannten wir bisher nur bei Tiersichtungen im Yellowstone).

Wir flüchten und machen uns auf den 40km weit entfernten Geysir-Hügel auf. Dort gibt´s was zu futtern und die Sonne scheint, also geben wir Stokkur noch ein paar Chancen. Am Schönsten ist die Blase kurz vor der Eruption:

Nach einem 20km "Ausritt" auf der "F"-Strasse 333, die aber leider ins "Nichts" führt und uns zum Umkehren zwingt, fahren wir nochmals zum Gullfoss. Es ist herrlich warm (immer noch 18 Grad), hat in der Zwischenzeit aber zugezogen. Also doch keine Regenbogenorgie heute. Schade.

Auch viel mehr Leute als gestern wollen das gute Wetter nützen. Wir bleiben fast eine Stunde und genießen.

Wieder zu Hause machen wir uns nach einem schnellen Abendessen (Schi-Kä-To) nochmals per Pedes auf, die Gegend um unser Haus zu erkunden. Ob man wohl auf den Berg hochkommt?

Nö, das Gestrüpp wird irgendwann undurchdringlich. Aber wir finden einige dieser Isländischen Früchte:

Und weil es Zeit wird, diese Gegend zu verlassen, verlass ich euch für heute auch und geh mal früher in die Falle. Morgen sind es wie gesagt 340km, auf den Straßen hier in Island etwa 5 Stunden, also ein Fahrtag. Er führt uns morgen in die Westfjorde.

 

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